Friedensgebet

  • Friede beginnt bei uns selbst!

    Friede beginnt bei uns selbst!

    10 Jahre Friedensgebet in Oberasbach

    Am 2. Juni 1999 fand das 1. Friedensgebet in der St. Markus-Kirche statt. Der Wunsch und die Idee, ein ökumenisches Friedensgebet auf den Weg zu bringen, entstanden bei einer dreigemeindlichen Kirchenvorstandssitzung in St. Stephanus im Frühjahr 1999. Auch die kath. Kirchengemeinde fand das Vorhaben gut und wichtig.

    Bei der Ausarbeitung eines Gerüstes zum Ablauf des Friedensgebetes, das etwa 30 Minuten dauern sollte, unterstützte uns Herr Pfarrer Häselbarth. Dafür sind wir ihm heute noch dankbar. Bis wir Ehrenamtliche sicherer geworden sind, haben uns auch die Pfarrerinnen und Pfarrer unserer 4 Kirchengemeinden begleitet und bestärkt, besonders Herr Pfarrer Zimmer bis zum Oktober 2006.

    Warum Friedensgebet?

    Wir in Deutschland haben seit 64 Jahre Frieden, wofür wir Gott dankbar sind. Jedoch in vielen Ländern dieser Erde finden immer wieder Kriege statt. Auch die Menschen dort sollen in Ruhe leben und ohne Angst zu Bett gehen dürfen. Auch sie  sind Kinder Gottes, unsere Schwestern und Brüder, und wir tragen für sie Mitverantwortung. Das wichtigste und wirksamste Werkzeug von uns Christen ist das Gebet. Andere Mittel haben und brauchen wir nicht.

    Bibeltexte und Psalmen, die zu den jeweiligen Themen passen, suchen wir bei den Vorbereitungen heraus, ebenso ökumenische Lieder aus Gesangbuch und Gotteslob, begleitet von Gitarren, Flöte oder Orgel. Auch spirituelle Musik besonders in der kath. Kirchengemeinde stimmen uns auf die Andacht ein und verhelfen uns zur inneren Ruhe. Wir treffen uns an jedem ersten Mittwoch im Monat, abwechselnd in den 4 Kirchen. Wir, das sind treue Gemeindeglieder jeden Alters  und zu unserer Freude auch immer wieder neue Teilnehmer.

    Rückblick auf die letzten 10 Jahre
     
    Zum Beginn 1999 gedachten wir besonders der Kriegshandlungen im Kosovo und der vielen Krisenherde in Afrika, Indien und Pakistan. In den folgenden Jahren beteten wir für die Betroffenen des Golfkrieges, für dessen Führung der Name Gottes missbraucht wurde. Ein ständiges Anliegen ist uns der Unfriede in Nahost. Israel und Palästina kommen seither nicht zur Ruhe. Dabei haben die Religionen der Juden, Christen und Moslems die gleichen Wurzeln. Wann wird dort endlich Jesaja 2.4 wahr: „Kein Volk wird wider das andere das Schwert erheben und sie werden den Krieg nicht mehr lernen.“?

    Insbesondere Afrika litt und leidet noch immer unter dem fortgesetzten Völkermord. Diese Vorgänge werden von der Weltgemeinschaft viel zu wenig beachtet. Tansania beherbergt bereits seit 10 Jahren 500.000 Flüchtlinge aus dem Kongo, <xml></xml>Borundi, Somalia, Ruanda und weiteren Ländern. Die gejagten und gehetzten Menschen können nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren, weil sie dort gefoltert oder getötet werden. Allein in Ruanda wurden innerhalb von 3 Monaten 800.000 Menschen ermordet. Internationale Hilfsorganisationen unterstützen zwar die Flüchtlinge mit Lebensmitteln, aber die katastrophalen Verhältnisse dort können dadurch nur wenig gelindert werden.

    Dazwischen gab es auch Lichtblicke. 2005 wurde der 40jährige Kampf der nordirischen Terrororganisation IRA gegen Großbritannien beendet. 1800 Menschen haben in dieser Zeit ihr Leben verloren. Im selben Jahr kam nach 21 Jahren ein Friedensvertrag für den Süden des Sudan zustande, der in Kenias Hauptstadt Nairobi unterzeichnet wurde. Damit wurde der Kampf zwischen den Sudanesen im Norden und Süden beendet. Jeder 5. Einwohner des Landes verlor während dieses Bürgerkrieges sein Leben.

    Friede, das ist unsere Aufgabe

    Da jedoch Frieden nicht nur das Schweigen von Waffen bedeutet, sondern auch Frieden im Zusammenleben in unserem Alltag, wollen wir auch dafür unseren Beitrag leisten. Wir versuchen Beispiele aus dem wirklichen Leben zu finden, wo es gelungen ist, Frieden zu stiften, ob in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, in der Kirchengemeinde usw. Der Wunsch, Frieden zu halten, muss von jedem einzelnen Menschen ausgehen. Nur dann kann Frieden in der Welt entstehen, wenn viele Einzelne dazu beitragen.

    Nach 10 Jahren Friedensgebet ist es uns bewusst geworden, dass wir nicht aufhören dürfen, unsere gemeinsamen Andachten fortzusetzen, um, mit ehrlichem Herzen, Gott zu bitten, die Verantwortlichen für Krieg und Frieden zur Einsicht zu bringen, dass alle Menschen ein Recht auf ein menschenwürdiges Dasein haben.

    Wir bitten Gott, dass noch viele Menschen guten Willens zu unseren Friedensgebeten kommen und ER unser Vorhaben segne.