Filmabend Freitag 08.09.2017 19:30 Uhr

Die zum weinen schönen Geschichte der außergewöhnliche Karriere, Entdeckungen und Liebesbeziehung des Stephen Hawking

„Ganz gleich wie schlimm das Leben auch sein mag: so lange es überhaupt Leben gibt, gibt es auch Hoffnung. “ – Stephen Hawking

 

Stephen Hawkin ist den meisten wohl als der Astrophysiker mit der Computerstimme und dem elektrischen Rollstuhl bekannt. Ja, ich muss ehrlich gestehen und wahrscheinlich bin ich damit nicht alleine, dass ich weder seine Theorien noch seine Krankheit und seinen mehr als ver~rückten Lebenswillen richtig verstehen kann. Aber vielleicht gerade deshalb, entwickelt seine verfilmte Lebensgeschichte (dem Film liegt die Autobiografie seine Exfrau Jane Wilde über ihre Jahre mit Stephen Hawking zugrunde) eine so hoffnungsvolle, packende und definitiv sehenswerte Faszination... (FSK 0, 123 min)

(Wie immer bei entspannter und gemütlicher Atmosphäre im Gemeindehaus)

Dem Film wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat wertvoll verliehen. Danke, dass wir die Filmbeschreibung und Jurybegründung wiedergeben können:

Cambridge, 1963. Auf einer Studentenparty lernen sich Jane Wilde und Stephen Hawking kennen und verlieben sich ineinander. Die schüchterne junge Frau ist fasziniert von dem jungen ehrgeizigen Mann, der sich mit seiner Erforschung des Universums und der Zeit daran macht, die Welt der Physik auf den Kopf zu stellen. Doch das Glück währt nicht lange. Denn eines Tages wird bei Stephen die degenerative Nervenkrankheit ALS diagnostiziert.

Die Ärzte geben ihm nur noch zwei Jahre. Jane ermuntert ihn dazu, seine Forschungen trotzdem weiterzuführen. Und sie bleibt bei ihm. Denn sie weiß, dass ihre Liebe stark genug ist, um gemeinsam gegen das Schicksal zu kämpfen.

Regisseur James Marsh hat ein bewegendes Drama über das Leben Stephen Hawkings geschaffen. Doch es sind nicht die überragenden Forschungserfolge des Genies, auf die er sich konzentriert.

Basierend auf den Memoiren von Jane Hawking erzählt er von der schicksalhaften Zeit, in der sich Hawkings Leben für immer ändern sollte. Und in denen er seine große Liebe trifft, ohne die er nicht das Genie hätte werden können, als das ihn die Welt heute bewundert. Felicity Jones vereint in ihrem Spiel die sensible Zartheit einer schüchternen jungen Frau mit einer unbändigen und in sich ruhenden Stärke einer liebenden Ehefrau und Partnerin. Als Hawking selbst leistet Redmayne schier Unglaubliches. Die Art, wie er sich in dessen Körper, Krankheit und Wesen einfühlt, lässt vergessen, dass es sich hier um perfektes Schauspiel handelt, denn Redmayne „verkörpert“ Hawking und lässt damit auch Einblicke in das Innere zu.

Ruhig und fast verträumt erzählt Marsh seine Geschichte, überlädt die Bilder nicht, was auch an der exzellenten und klug durchdachten Kameraarbeit und der perfekten Ausstattung liegt. DIE ENTDECKUNG DER UNENDLICHKEIT

ist nicht nur ein Film über eines der größten Genies unserer Zeit. Es ist vor allem ein Film über eine starke und unumstößliche Liebe, die sich gegen das Schicksal stellt. Unendlich schön und inspirierend.

Freuen sie sich mit uns auf einen wieder speziellen Abend.  Roland Geßl

Kontakt: filmteam(at)st-markus-oberasbach.de