Filmnachmittag und -abend Freitag 17.11.2017 15:00 + 19:30 Uhr

Geschichten aus dem Leben eines sprechenden Teddybären

Natürlich ist ein sprechender Bär reine Fiktion, aber ich bin mir sicher, dass ein wenig „Fantasy“ gerade im grauen November eine ganz besondere Wirkung zeigt. Man muss dieses kleine Bärenwesen mit blauem Dufflecoat, rotem Schlapphut und seiner Liebe zu Orangenmarmelade einfach liebhaben. Nach einem Erdbeben im dunkelsten peruanischen Urwald, plötzlich heimatlos geworden, landet unser Bär als blinder Passagier im turbulenten London. Um seinen Hals trägt er ein Schild mit der Aufschrift: „Bitte kümmern Sie sich um diesen Bären. Danke“

Die liebenswerte Realverfilmung des englischen Kinderbuchklassikers, um den sprechenden Bären mit dem Namen einer Londoner U-Bahnstation, ist sowohl ein ver~rücktes Filmvergnügen, für Alt und Jung, als auch eine Migrationsgeschichte der besonderen Art.

(FSK 0, 96 min.) (Wie immer bei entspannter und gemütlicher Atmosphäre im Gemeindehaus)

Eine ver~rückte Idee: Familiensondervorstellung am Nachmittag

Wie jedes Jahr im November fasziniert die Geschichte vom Mantel teilenden Martin Tausende Kinder in der Region. So auch im evangelischen Kindergarten St. Markus in Oberasbach, wo im Augenblick so mancher Martin-Fan davon träumt selber einmal durch den Schnee zu Reiten und seinen Mantel zu teilen. Das ist heutzutage etwas unrealistisch, doch eins werden die Kindergartenkinder gerne teilen, nämlich einen spannenden Kinonachmittag in ihrem Gemeindehaus.

Am Freitag den 17. November 2017 läuft die Verfilmung als eine zusätzliche Familienvorstellung bereit um 15:00 Uhr im Gemeindehaus.  Der Eintritt ist wie auch bei den Filmabenden frei, aber es wird um eine Spende gebeten. Der Erlös der Spenden kommt der Asylgruppe St. Rochus in Zirndorf zugute. Und weil sich nicht nur Mäntel, sondern auch Freude teilen lässt haben die St. Markus-Kinder die Kinder aus der zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Zirndorf eingeladen, gemeinsam den Kinonachmittag zu verbringen.

So wird es am 17. November in Oberasbach ein buntes Miteinander werden wenn ein kleiner Bär, mit blauem Mantel und rotem Hut, den Kindern ein paar vergnügliche Momente beschert.

Nur Ben-Aissi

Elternbeirat evang. Kindergarten St. Markus


FBW Bewertung

Dem Film wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat wertvoll verliehen. Danke, dass wir die Filmbeschreibung und Jurybegründung wiedergeben können:

Am Bahnsteig im Londoner Bahnhof Paddington sitzt ein kleiner Bär. Er hat kein Zuhause, keinen Platz zum Schlafen und ihm ist kalt vom vielen Regen. Als die Familie Brown ihn findet, nimmt sie ihn mit zu sich nach Hause. Der Vater ist jedoch zunächst dagegen, weiß er doch, welch großes Versicherungsrisiko so ein Bär im Hause mit sich bringt. Doch die Mutter und die beiden Kinder sind bald begeistert vom pelzigen neuen Mitbewohner, der stets höflich ist und in seiner übergroßen Neugier so manches Chaos in das eingefahrene Familienleben bringt – und der von Orangenmarmelade nicht genug kriegen kann.

Vor über 50 Jahren schrieb Michael Bond die ersten Geschichten rund um den sprechenden kleinen Bären, der seinen Namen von dem Ort hat, an dem er gefunden wurde. Regisseur Paul King gelingt es, mit der allerersten Realverfilmung zu beweisen, wie viel Zauber und Charme die Geschichte auch heute noch besitzt. Wie im Flug vergehen die 96 Minuten, immer wieder wartet das Drehbuch mit neuen urkomischen und berührenden Ideen auf, die mit perfektem Timing erzählt werden. Dass der Film Unterhaltung für die ganze Familie bietet, zeigen auch die vielen Filmzitate und Anspielungen sowie eine gehörige Portion Situationskomik und Dialogwitz. Und die spannenden Momente und der Showdown sind bei aller Raffinesse kindgerecht erzählt.

Tricktechnisch perfekt wird Paddington so real in die Szenerie eingebaut, dass man beim Zusehen fast vergisst, dass es sich hier um ein digitales Geschöpf und nicht ein echtes pelzig-flauschiges Wesen handelt. Bis ins kleinste Detail durchdacht wirkt die Ausstattung, die mit liebevoll ausgesuchten Details auf unglaublich kreative Weise inszeniert wird, wenn das Zuhause der Browns zum Puppenhaus wird oder Wandbilder zum Leben erwachen. Hugh Bonneville und Sally Hawkings als Mr. und Mrs. Brown sowie Peter Capaldi als Nachbar und Nicole Kidman als die Böse, die Jagd auf Paddington macht, sind das perfekte „reale“ Ensemble für die Geschichte.

Vor allem die Browns bieten mit ihrer Herzensgüte und ausgesuchter englischer Höflichkeit Paddington ein Zuhause. Positive Botschaften von Freundschaft, Akzeptanz, Mut und Familienzusammenhalt vermittelt PADDINGTON ganz nebenbei und unaufdringlich. So macht der Film es leicht, Identifikationsfiguren zu finden und mit Spaß etwas Wichtiges zu lernen: Dass man Fremde immer willkommen heißen soll. Denn sie können das Leben und das Zuhause enorm bereichern, mit Spaß, Abwechslung und vor allem ganz viel Marmelade.

Im Grunde braucht jede Familie einen Bären! PADDINGTON ist ein klug erzählter und liebevoll gemachter Familienfilm über einen kleinen Bären, der die Herzen der Zuschauer im Sturm erobern wird.Charmant, zauberhaft und bärenstark.

Roland Geßl

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