Kuhltoursommernacht 02.08.2019

Wir freuen uns, dass wir wieder am Kleinleinhof zu Gast sein können. Und das gleich dreifach: Musik, Film und Jubiläum. Wir feiern unser 25. Konzert, die Stadt Oberasbach 25. Geburtstag und der Bauernhof 25 Jahre Milchtankstelle.

"Werd scho wern" Unser Jubiläumsfilmmotto passt perfekt zu diesem außergewöhnlichen Sommerabend. Wir haben uns ein besonderes Programm rund um den Biobauernhof (Leichendorfer Str. 101, Oberasbach) überlegt. Natürlich geht es in VIELEM wieder um Kühe..

 

Ab 18:30 Uhr:

  • Leckeres vom Oberasbacher Weiderind
  • PommBuur frische Ökopommes
  •  Getränke
  • die Klinikclowns in Aktion
  • Infos und mehr...

ca. 20 Uhr:

  • Werner Meier (Musikkabarett) Eine Kuh wollte ins Kino gehen

ca. 22 Uhr (Bei Einbruch der Dunkelheit):

  • Ein Wohlfühlfilm um das „Schwarzsehen“ und ein „Kuhkaff“ ...

 

 

Bei schlechten Wetter entfällt das Fest ersatzlos. Aber wir wünschen uns natürlich einen milden Sommerabend!

Wie immer bei unseren Events erheben wir keinen Eintritt. Wir hoffen jedoch auf Ihre großzügige Spende, denn mit dem Überschuss der Veranstaltung wollen wir die Arbeit der Klinikclowns fördern.

Was sind die Klinikclowns eigentlich?

Seit 1999 sind die Klinikclowns in fränkischen Krankenhäusern unterwegs. Die clownesken Visiten kommen sowohl Kindern, die für kurze Zeit stationär aufgenommen sind, als auch schwerkranken und chronisch erkrankten Kindern auf der Intensivstation, Onkologie, Kardiologie und Dialyse zugute. Seit 2018 besuchen die Klinikclowns des Clownsprojekt e.V. auch Bewohner im Hospiz und Patienten der Altersmedizin. Gemeinsames Lachen und Schmunzeln verbindet Menschen jeden Alters.

Mehr zum Programm erfahren:

Ab 18:30 Fanta und Yuni und ihre Clownesken inmitten der Besucher...

Lachen kann Beschwerden lindern, kann so manchen Stress vermindern. Rote Nasen, Strahlen um den Mund, gemeinsam Lachen ist gesund!

Aus einem Straßenkreuzerinterview (02-2015) mit Judith Niehaus alias Fanta: Ist Lachen die beste Medizin? Judith Niehaus: Lachen ist nicht die beste, aber die schönste Medizin. Lachen macht gesund und das Leben wieder lebenswert. Es setzt Endorphine frei, gibt ein gutes Körpergefühl, macht wacher und offener. Wenn man mal wieder so richtig lacht, sieht man vieles anders.

20:00 Uhr - Groovige Gitarre trifft freches Mundwerk

Nah dran am Irrsinn und Schwachsinn unserer Zeit, am Wahnsinn, am Unsinn und am Blödsinn, am Leben und Lieben, am Lachen und Weinen, an sich und an seinem Publikum

Der Meister des hintersinnigen Humors, schafft wie kein anderer leichtfüßig und verschmitzt den schwierigen Drahtseilakt zwischen ernsten Themen und guter Unterhaltung, jenseits von Schenkelklopfer-Klamauk und Zotendrescherei.

Seine Lieder kommen so locker daher, berühren aber weit über den kurzen Lacher hinaus. Er entführt sein Publikum in die meierisch-bayerisch-verquere Welt, wo sich das Politische im Privaten, der Zeitgeist im Alltäglichen findet, mit seinen herrlich absurden Geschichten, die doch so real erscheinen.

Geschichten von kleinen Helden, die weder elend scheitern noch glänzend siegen, von gen-reinen Bayern und gestressten Selbstoptimierern, von digital verschanzten Lügnern und betrogenen Betrügern, von Online-Losern und gutbürgerlichen Wutbürgern, vom verliebten Pfarrer in einer Tatort-Nacht und von einem allmächtigen Haushaltsgerät mit Sexappeal.

Virtuos spielt Werner Meier mit den Erwartungen seiner Zuschauer über verblüffende Pointen, begeistert mal mit treffsicherem Sprachwitz und scharfer Zunge, mal mit leisen, poetischen Momenten, aber immer ganz nah dran am Mensch.

 

Und dann nach einer kurzen Pause bei Einbruch der Dunkelheit

- wir nehmen an, dass dies gegen 22:00 Uhr sein wird - :

Sommerfeines Wohlfühlkino:

Willkommen in der Provinz: Genauer beim Schwarzsehen in einem Kuhkaff.

Der Film über einen französischen Landarzt mit kongolesischem Migrationshintergrund spielt zwar in den 70er Jahren, meint aber selbstverständlich mit die Gegenwart

Eine treffende Kurzbeschreibung und - bewertung des Filmes haben wir in Auszügen der Filmseite epd Film entnommen. Danke, dass wir dies hier wiedergeben dürfen.

Zunächst bleibt die Leinwand nahezu komplett schwarz. Nur ein Lichtstrahl durchbricht das Dunkel. Seine Quelle bleibt erst einmal verborgen. Nach und nach ergibt sich ein klareres Bild. Das Licht dringt durch ein Schlüsselloch. Schließlich öffnet sich die Tür, und es kommt Leben in einen gänzlich erstarrten Raum. Eigentlich erzählen diese ersten Augenblicke von Julien Rambaldis Film« nur von einer Heimkehr. Ein Mann kommt zurück in das Haus seiner Kindheit und erinnert sich an die Geschichte seiner Familie. Doch dieses Spiel mit Kontrasten hat noch eine zweite, metaphorische Ebene. So kann Rambaldi schon in der ersten Einstellung vorwegnehmen, was später geschehen wird.

Es ist der glücklichste Tag im Leben von Seyolo Zantoko; ein Traum hat sich erfüllt. Der als Waisenkind in Zaire, dem heutigen Kongo, aufgewachsene Afrikaner hat sein Studium der Medizin in Lille abgeschlossen und ist nun Arzt. Aber im Jahr 1975 sind schwarze Mediziner in Frankreich alles andere als selbstverständlich. Das Einfachste wäre, nach Kinshasa zurückzukehren, zumal ihm einer seiner Freunde eine Position als Leibarzt von Präsident Mobutu in Aussicht stellt. Doch Seyolo hat andere Vorstellungen von seiner Zukunft. Er will seine Frau und seine beiden Kinder nach Frankreich holen und hofft, die französische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Also nimmt er eine Stelle als Landarzt an.

Zunächst schlägt der Film einen leichten Ton an. Als Seyolos Familie erstmals in Marly-Gomont, seiner neuen Wirkungsstätte, ankommt, regnet es. Man könnte sagen, die Provinz zeigt sich zur Begrüßung von ihrer tristesten Seite. Aber in den alltäglichen und doch formvollendeten Bildern von Feldern und Kühen, von grauen Häusern und engen Gassen, schwingt eine wundervolle Ironie mit. Das Triste ist nicht abschreckend. Es wirkt eher wie eine Herausforderung, nicht nur für den Arzt und seine Familie, auch für den Kinobesucher – genauer hinzugucken und sich weder von der Landschaft und dem Wetter noch von den Menschen im Dorf, die Seyolo nicht gerade mit offenen Armen empfangen, abschrecken zu lassen.

Natürlich sind Krisen und Zweifel erst einmal vorprogrammiert. Aber die Herausforderung bleibt, selbst als der Film schließlich eine Wendung ins Düstere nimmt und auf heutige Verhältnisse anspielt. Die Kampagne gegen den aus Afrika stammenden Arzt, die der politische Gegner des Bürgermeisters inszeniert, dürfte in Zeiten von Le Pen jedem bekannt vorkommen. Aber auch der Rassismus einiger Dorfbewohner ist nur eine Dunkelheit, in die Licht getragen werden kann. Es muss nur jemand die Tür öffnen.

Also stimmt Regisseur Julien Rambaldi in seinem Film eine Hymne auf die Chance an, die sich einer geschlossenen Gesellschaft bietet, wenn sie sich auf Menschen einlässt, die von Außen kommen. Dass es dafür manchmal ein kleines Weihnachtswunder und möglichst noch ein von einem berauschenden Sieg gekröntes Fußballspiel braucht, ist Teil von Rambaldis liebevoller Ironie, die viel effektiver als jeder moralische Fingerzeig ist. 24.03.2017 Sascha Westphal

Eine kleine sommerlich leichte Filmperle

Und sonst?

Natürlich wird auch das leibliche Wohl in der Kuhltoursommernacht 2019 nicht vernachlässigt:

Das Team um PommBuur wird uns mit leckeren Fritten aus Bio Zutaten versorgen. Vor Ort frisch zubereitet werden die Fritten zweimal in ihrer eigenen Schale frittiert und dann mit hausgemachter veganer Soße serviert... Das klingt wahnsinnig gut, oder? Bringt also ordentlich Hunger mit und kommt am 02.08 auf eine Portion frische Fritten vorbei!

Aber das noch nicht ALLES!

Rund um den Kuhstall findet sich neben dem Weltladen und Getränken auch noch die EINE oder ANDERE Leckerei.

Für Franken ist „Goud“ Ausdruck höchster Begeisterung.

Ja und wer mag, für den gibt es FEINES vom Oberasbacher Weiderind zubereitet im Goud Foodtruck vom Seefried dem Naturmetzer aus Roßtal.

Hier wird einzig und allein feinstes Fleisch aus artgerechter, medikamenten- und gentechnikfreier Haltung ohne künstliche Zusätze verarbeitet. Egal ob Sie sich für ein Oma-Else. -, ein Tante Alma. Weggla oder ein Heimat.Becherla ( im biologisch abbaubaren Becher) eben ohne Weggla dafür aber dann vielleicht mit den gouden Fritten von PommBuur entscheiden, ...

... am Ende werden Sie bestimmt sagen: Fei goud


Danke an die Familie Kleinlein, dass wir in unserem Jubiläumsjahr wieder auf dem Hof Gast sein dürfen:

Und danke auch an alle Unterstützer und Sponsoren, denn ohne deren mannigfaltig Hilfe und Förderung wäre solch eine eindrucksvolle Geburtstagsfeier gar nicht möglich.

Kommen sie wieder zahlreich, denn es wird besonders werden...

Und für alle die 2018 nicht dabei waren oder einfach als Rückerinnerung ein Bilderrückschau auf die Kuhltoursommernacht 2018.

Roland Geßl