24.02.23 19:30 Uhr Krimi, Musik und mehr

Freuen Sie sich auf die vierte Auflage von Krimi, Musik & mehr.

So einige aus unserem Team fahren aus unterschiedlichsten Gründen gerne Rad, lesen mit Begeisterung Krimis oder lieben Musik.

Was liegt da also näher, als alle diese Leidenschaften bei einer musikalischen Krimilesung mit dem Steiner Fahrradhändler Kurt Mlady und der Tastenvirtuosin Renate Jung-Bilk (die sicher nicht als Solist kommen wird) zu verbinden.

Wenn dann die Handlung auch noch mit viel Lokalkolorit verknüpft ist, kann das Kopfkino losrollen...

 

Eine Reihe von Mordfällen führt Kommissar Bernd Peter und seine Partnerin Monika Fröhlich in ihrem zweiten Fall in eine von den Hohenzollern geprägte fränkische Kleinstadt. Im beschaulichen Roßtal kommen auf brutale Weise mehrere Fahrradfahrer ums Leben, doch der unbekannte Täter scheint den Polizisten immer einen Schritt voraus zu sein. Im Laufe der Ermittlungen wird Bernd Peter zu allem Überfluss auch noch von den Schatten seiner Vergangenheit eingeholt, die das Stoppen der Mordserie zu vereiteln drohen.

Kurt Mlady, wohnhaft in Zirndorf, wird am 29.06.1961 in Nürnberg geboren und betreibt aktuell ein Fahrradgeschäft in Stein. Die Passion des Familienvaters galt allerdings jeher der Schriftstellerei und Literatur. Anlässlich der Eröffnung des Erlebnismuseums auf der Cadolzburg erschien sein erster Krimi mit dem Titel "Tod im Ochsenschlot". Auch die zweite Mordserie dreht sich wieder ganz um einen fränkischen Ort, Roßtal.

Renate Jung-Bilk an den Tasten.

Einfach schön mit ihr eine Veranstaltung zu gestalten und zudem Garant für Musik auf Topniveau.

 

Ein erster Blick in das Buch:

Der Anrunf kam genau zur rechten Zeil. Ich saß an meinem Schreibtisch im Präsidium und versuchte gerade einen einigermaßen zusammenhängenden Text über die Ermittllungsarbeit in unserem letzten Fall zu Papier zu bringen. Natürlich nicht im  wörtlichen Sinn auf Papier, sondern auf den Bildschirm, denn auch bei der Polizei wird das Thema  Digitalisierung inzwischen großgeschrieben. Im Büro stand die heiße Luft wie in einer Sauna und  mir lief der Schweiß in Strömen den Rücken hinunter. Dieser Sommertag mitten im Juni hatte es wirklich in sich. Schon früh am Morgen hatte dlas Thermometer die Fünfundzwanzig Grad-Marke überschritten und jetzt um zwei Uhr nachmittags war es der reinste Backofen. Fast vierzig Grad hatte Radio Gong vorhergesagt, und gefühlt waren es inzwischen deutlich mehr.
„Wir haben einen Fall“, erklärte mir meine Partnerin. Oberkonımissarin Monika Fröhlich, die mir an ihrem Schreibtisch gegenübersaß. Sie legte ihr Handy zur Seite und stand von ihrem Bürostuhl auf...
...Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir den Weg über Oberführberg, Wachendorf, Bronnamberg, Wintersdorf und Weinzierlein nach Roßtal genommen. Moni fuhr aber auf die Tangente und beim Fernmeldeturm auf die B14. Durch Stein und Großweißmannsdorf gelangten wir schließlich auch nach Roschdl, wie die Einheimischen ihren Ort liebevoll nannten...

... „Am Schlossberg heißt die Straße, in der der Mord passiert ist!", sagte meine Partnerin...

Das Opfer lag unter einer Abdeckfolie, um es vor den Blicken und Handykameras der Anwohner und Schaulustigen zu bewahren. Etwas seitlich davon lag ein Fahrrad. Ein Rinnsal mit Blut war in den Fugen des Kopfsteinpflasters einige Meter bergabwärts gelaufen und in der Hitze bereits geronnen.
„Der Tote ist ein männlicher Radfahrerl“, sagte einer der uniforınierten Beamten, „Seine Identität ist unbekannt - kein Ausweis, kein Handy.“
Moni ging zu dem Toten, beugte sich zu ihm hinunter und zog vorsichtig die Folie zur Seite. Der Kopf des 'Toten schien unversehrt. Seine Augen waren schreckgeweitet, als könnten sie selbst im Tod nicht fassen, was passiert war. Ich schätzte den Mann auf Mitte bis Ende vierzig. Er hatte sehr kurz geschnittene lichte Haare und machte in seiner bunten Radlerkleídung einen ganz fitten Eindruck. Ein leichter Bauchansatz zeugte von einem genussvollen Leben und sicherlich hatte der Mann, wer auch immer er war, eine nette Familie, die ihn ietzt vermisste....

 

Freuen Sie sich auf etwas ganz Besonderes.

 

Was allerdings noch niemand abschätzen kann, ist einfach welche Bestimmungen für kulturelle Veranstaltungen Ende Februar  genau gelten werden.
Wir hoffen einfach, dass die Regelungen für alle Beteiligten gut händelbar werden. Ja und wir wollen auch zuversichtlich sein, dass wir bei der Krimilesung eine Pause mit Allem Drum und Dran anbieten können.
Wenn sich hier konkrete Änderungen der aktuellen Bestimmungen abzeichnen, aktualisieren wir diesen Eintrag natürlich entsprechend.


Wir bieten jetzt schon die Möglichkeit an - mit Angabe Ihrer Kontaktdaten - Plätze zu belegen unter: konzerte-in-markus@franken-online.de. Die letzte Reservierungsmöglichkeit - sofern die Kirche nicht schon bereits vorher ausgebucht ist -  ist der 22.02.23.

Das Platzreservieren erleichtert uns die Planung des Abends und bietet Ihnen auf alle Fälle den Vorteil, dass Sie die Lesung garantiert besuchen können. Bitte reservieren Sie aber nur, wenn Sie auch sicher kommen wollen.

Wir öffnen die Markuskirche um ca. 19:00 Uhr. Bitte kommen Sie so rechtzeitig, dass ein wie auch immer geartetes „einchecken“ ohne Gedränge möglich wird. Sofern Sie bis ca. 19:20 Uhr noch nicht bei der Zugangskontrolle erschienen sind, behalten wir uns eine anderweitige Vergabe Ihres reservierten Platzes vor.

Sofern Sie nicht vorbestellen möchten und - unter den eventuell geltenden Abstandsregeln - noch freie Sitzgelegenheiten in der Kirche vorhanden sind, ist natürlich auch noch die Möglichkeit eines spontanen Besuches gegeben.

Wir erheben für unsere Veranstaltungen kein Eintrittsgeld, sondern vertrauen um so mehr auf die Solidarität, Großzügigkeit und Wertschätzung der Besucher.
Schön, dass wir mit dem Biobauernhof Kleinlein und der Rathaus Apotheke von Michael Springer zwei Oberasbacher Firmen haben, die uns unterstützten. Und auch schön, dass uns die Nürnbereger Veranstaltungstechnikfirma SUS Musik wieder mit Lichttechnik aushilft. So können wir den Abend auch optisch in einen passenden Spannungsbogen setzen.

Und jetzt schließt sich der Kreis mit dem fahradfahrenden Filmteam von St. Markus, dem schreibenden Fahrradhändler und den Radfahrermorden:

Mit dem Überschuß des Abends wollen wir die Offene Fahrradwerkstatt für Kinder und Jugendliche der Kinderarche in Fürth unterstützen.

Dieses - genau wie unseres - rein spendenfinazierte lokale Herzblutprojekt passt dafür einfach wunderbar zu diesem Abend.

Markus Zmelty, der Leiter der Offenen Fahrradwerkstatt ist am Veranstaltungstag auch anwesend und erzählt ein wenig über die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.

Wir freuen uns sehr auf diese besondere musikalische Krimilesung! Herzliche Einladung.

Roland Geßl