Filmabend in der Kirche Freitag 10. Dezember 19:30 Uhr -abgesagt-

Abgesagt der Film im Dezember
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Angesichts der Pandemieentwickung haben wir uns entschlossen den Filmabend abzusagen! (17.11.)

Ein großes Roadmovie der besonderen Art!

Im Jahr 1962 engagiert ein kultivierter schwarzer Pianist einen ungehobelten italienischstämmigen Chauffeur für eine Konzerttour durch die US-Südstaaten, wo Rassismus, Diskriminierung und Gewalt gegen Schwarze an der Tagesordnung sind. Die auf einer realen Begebenheit beruhende Tragikomödie skizziert die Annäherung und Freundschaft zweier gegensätzlicher Charaktere, ohne die bitteren Seiten, Zynismus, Hass und Häme, zu unterschlagen. Wer unsere Filmabende kennt, ahnt schon, dass in der - von zwei herausragenden Darstellern und einem warmherzigen Humor getragenen Geschichte - auch "ein kleines Weihnachtswunder" nicht fehlen darf...

FSK 6; 127 min

 

Ein großes Roadmovie der besonderen Art!
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Vorerst finden unsere Veranstaltungen in der Kirche nach den 2G Regelungen statt. Wir öffnen die Kirche um ca. 19:00 Uhr. Bitte unbedingt neben dem Impf/Genesenennachweis ein Ausweisdokument bereit halten, da wir verpflichtet sind ihren Status zu verifizieren.

Eine sehr passende Filmkritik über dieses „Unterwegs-sein“ habe ich auf der Homepage von EPD-Film gefunden. Danke, dass wir diese hier wiedergeben dürfen:

Ein großes Roadmovie der besonderen Art!
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Allein schon die erste Begegnung: Der italoamerikanische Rausschmeißer Tony Lip will sich für einen Job als Fahrer bewerben, und dann thront dieser Dr. Don Shirley im Luxusapartment über der Carnegie Hall auf einem großen goldenen Stuhl wie ein afrikanischer König im bunt gemusterten Kaftan.

Hier die Mafia­gewalt auf den Straßen der einfachen Leute, dort die Hochkultur in den Konzertsälen. Hier der einfache weiße, recht unverhohlen rassistische Türsteher im Kunstfaserhemd, dort der schwarze Weltklassepianist im Smoking.

Nicht gerade ein match made in heaven, sondern eher eine pragmatische Zweckgemeinschaft:

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Tony ist arbeitslos, weil der Nachtclub, in dem er angestellt war, wegen Renovierung einige Monate geschlossen bleibt. Und Shirley plant eine Tournee durch die Südstaaten, ein riskantes Unterfangen, denn Anfang der 60er Jahre darf er dort häufig zwar als gefeierter Musiker für hohe Gagen vor erlesenem Publikum spielen, aber bitteschön nicht vorher am Nachbartisch im Restaurant speisen. Er braucht also nicht nur einen Chauffeur, sondern vor allem einen Leibwächter auf der Route, die vom »Green Book« definiert ist:

Ein großes Roadmovie der besonderen Art!
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Der schwarze Postbote Victor H. Green hatte die erste Ausgabe des »Negro Motorist Green Book« 1937 ­verfasst, einem Reiseführer, der Restaurants, Hotels, Pensionen und Friseure verzeichnete, in denen schwarze Touristen willkommen waren. Die letzte Ausgabe erschien Mitte der 60er Jahre. Auch wenn der Film von einem nos­talgischen Schimmer überzogen ist, im warmen Licht der Swinging Sixties erstrahlt und den Glanz regennasser Straßen und schnittig chromblitzender Autos zelebriert, lässt Peter Farrelly keinen Zweifel daran, dass seine Nostalgie nicht dem Rassismus im damaligen Amerika gilt.

Ein großes Roadmovie der besonderen Art!
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Der Film trifft einen Ton, der von den frühen 60er Jahren in die Gegenwart strahlt und dabei den alltäglichen Rassismus ohne schulmeisternde Attitüde aufs Korn nimmt.

Was den Film über die Klischeehaftigkeit seiner Konstruktion erhebt, sind neben der stimmigen Sinnlichkeit der Locations die beiden Schauspieler mit ihrem feinen Humor und ihrer doppelbödigen Ironie. Schon in der physischen Erscheinung bilden sie einen schönen Kontrast.

Ein großes Roadmovie der besonderen Art!
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Viggo Mortensen hat sich für diese Rolle den massigen Pasta-Bier-Body eines en Familienvaters angefressen, tariert seine ungehobelte Arbeiterklassen-Attitude aber mit so viel Menschlichkeit aus, dass man irgendwann vergessen kann, dass er am Anfang des Films zwei Wassergläser, aus denen schwarze Handwerker getrunken haben, allen Ernstes im Mülleimer entsorgt.

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Dagegen erweist sich die betont coole und steife Fassade von Mahershala Alis Kulturaristokraten bald als Panzer gegen die Anfeindungen von außen, nicht nur wegen Hautfarbe und sexueller Orientierung, sondern auch wegen seiner Bildung. »Wenn ich nicht schwarz genug und nicht weiß genug bin, dann sag mir doch, Tony: Was bin ich?«

Kultur unterm Kirchendach
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Wir freuen uns aus diese große Stück Kino. Hoffen wir, dass wir diese sehenswerte Geschichte zeigen können.

Roland Geßl

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